Fonds und Fondssparpläne – gewinnbringend Geld anlegen

Fonds bieten die Möglichkeit bereits mit vergleichbar geringen Summen relativ kostengünstig und mit weniger Risiko in verschiedene Anlageformen zu investieren und so an den Entwicklungen der internationalen Börsen teilzuhaben.

Wissenswertes zu Fonds und Fondssparplänen

In Zeiten von Niedrigzinsen und schlechten Tagesgeldkonditionen, können Fonds Privatanlegern helfen, ihre Renditechancen deutlich zu verbessern. Mit unserem Ratgeber wollen wir Ihnen helfen, diese etwas komplexere Form der Geldanlage zu verstehen und haben daher alle relevanten Informationen für Sie zusammengetragen.

 

Für wen sind Fonds oder Fondssparpläne geeigent?

Die Geldanlage in Fonds ist ideal für Börseneinsteiger. Sie ermöglicht es schon mit wenig Einsatz global und breit gestreut in Aktien und andere Wertpapiere zu investieren.
Mit Fonds können Sie gezielt in einzele Branchen oder Teilmärkte investieren aber auch Ihre gesamte Geldanlage abdecken. Dadurch, dass Sie mit einem Fonds in einen Korb aus vielen Einzelwerten investieren, streuen Sie Ihr Anlagerisiko. Durch eine Geldanlage in mehrere Fonds, welche global und über vierschiedene Fondstypen streut, können Sie Ihr Anlagerisiko weiter senken.

Fonds sind auch für verschieden lange Anlagehorizonte und die damit verfolgten Ziele geeignet. Egal ob ein größerer Betrag für ein Haus oder gar ein kleines Vermögen für die Altersvorsorge angespart werden soll, wer sich für eine Geldanlage in Fonds entscheidet, hat es vergleichsweise einfach. Wer bspw. 10 Jahre lang monatlich 100 Euro in einen deutschen Aktienfonds investiert hat, kann sich laut Fondsverband BVI bei seinem Fondssparplan über eine Rendite von 6,8 Prozent pro Jahr freuen.

Was sind Fonds und Fondssparpläne?

Ein Fonds bzw. Investmentfonds ist ein von einer Kapitalanlagegesellschaft verwaltetes Sondervermögen. Dieses wird in Wertgegenstände wie Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffen und/oder Derivaten angelegt. Durch ihre Einlage erhalten Anleger Anteilsscheine am Fondsvermögen. Erwirtschaftet ein Fonds infolge von Kursgewinnen, Zinsen oder Dividende Erträge, werden diese an den Anteilseigner ausgeschüttet oder im Fall von thesaurierenden Fonds reinvestiert, wodurch der Wert der Fondsanteile steigt.

Die Idee des Fonds ist also recht einfach: Ein Fonds sammelt Geld und investiert es in andere Finanzprodukte, wie etwa festverzinsliche Wertpapiere oder Aktien und bildet deren durchschnittliche Entwicklung ab. Durch die gleichzeitige Investition in viele Einzelwerte kann das Risiko gestreut und damit stark reduziert werden, ein Totalverlust ist nahezu ausgeschlossen. Fonds laufen als Sondervermögen und können nicht pleitegehen, da das Geld der Anleger vom Vermögen der Kapitalverwaltungsgesellschaft zu trennen ist.
Zudem wird das Kapital entsprechend der Chancen und Risiken von einem professionellen Fondsmanagement verwaltet, dessen Ziel es ist, einen Gewinn zu erwirtschaften, an welchem die Anleger beteiligt werden können.

Man unterscheidet zwischen offenen und geschlossenen Fonds. Für Privatanleger dürften offene Fonds das interessantere Investment sein. Hier können Anteile zu jeder Zeit erworben und wieder zurückgegeben werden. Geschlossene Fonds sind unternehmerische Beteiligungen und sammeln Geld für Großprojekte. Die Laufzeit ist hier meist begrenzt, des Weiteren wird meist eine vergleichsweise hohe Mindestanlagesumme vorausgesetzt. Eine Anteilsrückgabe ist während der Laufzeit nicht möglich.

Ein Fondssparplan bezeichnet die regelmäßige Investition in eine Fondsanlage. Der Anleger legt meist im Hinblick auf ein Sparziel einen monatlich zu investierenden Betrag fest, der von der Fondsgesellschaft vom Verrechnungskonto eingezogen wird.

Welche Vorteile bieten Fonds und Fondssparpläne?

Flexibilität

Die Geldanlage in Fonds ist sehr flexibel. Sie können sich bei der Anlage in Investmentfonds zwischen einer Einmalanlage und einem Fondssparplan mit regelmäßigen Sparraten entscheiden.
Ein Anleger kann schon mit kleinen Beträgen an der Börse investieren und dabei langfristig größeres Vermögen aufbauen. Über Fondssparpläne kann beispielsweise ab 25 Euro im Monat Geld für den Ruhestand, Kinder oder Enkelkinder oder ein eigenes mittelfristiges Sparziel, angespart werden. Als Sparer sind Sie hierbei so flexibel, dass Sie Ihren Fondssparplan jederzeit erhöhen, reduzieren, aussetzen oder sich auszahlen lassen können. Auch zusätzliche Einmalzahlungen oder Entnahmepläne sind jederzeit möglich.
Ein sehr großer Vorteil bei regelmäßigen Einzahlungen in einen Fondssparplan ist das antizyklische Verhalten und damit die Nutzung des Cost-Average-Effekts. Fallen die Kurse, erwirbt der Anleger bei gleicher Höhe der Raten, automatisch mehr Anteile, bei steigenden Kursen weniger. Er kommt damit auf einen niedrigeren Durchschnittspreis, das Problem des richtigen Einstiegszeitpunktes wird dadurch auf einen Zeitraum ausgedehnt.

Risikostreuung

Einer der zweifellos größten Vorteile ist der Diversifikationseffekt, den Fonds mit sich bringen. Ein Fonds investiert das Geld vieler Anleger gemäß den jeweiligen Fondsbedingungen in verschiedene Finanzprodukte wie Aktien, festverzinsliche Wertpapiere oder Immobilien. Zudem dürfen Fondsmanager nicht mehr als 10% des Fondsvermögens in Wertpapiere eines Unternehmens investieren. Ein Anleger setzt somit nicht alles auf eine Karte. Mit dem Fondskauf investieren Sie Ihr Vermögen nicht nur in einzelnen Unternehmen, sondern beteiligen sich an einem ganzen Portfolio, teilweise auch branchen- oder länderübergreifend. Diese breite Streuung reduziert das Gesamtrisiko der Geldanlage und macht es möglich, dass Verluste eines Wertes durch Gewinne eines anderen Wertes ausgeglichen werden können. Sie lässt sich mit Direktanlagen in Wertpapiere oder andere Werte wie Immobilien kaum erreichen.

Sicherheit

Fonds gelten als relativ sichere Form der Geldanlage. Das Fondsvermögen von Investmentfonds ist insolvenzgeschützt. Sie laufen als Sondervermögen und können nicht pleitegehen, da das Geld der Anleger vom Vermögen der Fondsgesellschaft zu trennen ist. Zudem gibt es umfassende gesetzliche Regelungen die einen maximalen Anlegerschutz garantieren. Hier ist genau festgelegt, was ein Fonds darf und was nicht. Die Fondsgesellschaften sind dazu verpflichtet im Interesse der Anleger zu handeln. Die Einhaltung dieser Regeln wird durch eine Aufsichtsbehörde, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) streng überwacht.

Transparenz

Um eine Entscheidung für die Geldanlage in einen gewissen Fonds treffen zu können, müssen dessen Informationen über Kosten, Anlagestrategie, Risikoprofil und Kursentwicklung zugänglich und transparent sein. Fondsgesellschaften informieren deshalb in regelmäßigen Berichten über alle durchgeführten Transaktionen. Die größten Einzeltitel, die ein Fonds hält sowie die Aufteilung nach Branchen und Regionen, finden sich zumeist im Internet wieder. Hier kann auch die Wertentwicklung des Fonds jederzeit nachverfolgt werden. Sehr wichtig ist es auch, die genauen Kosten und Gebühren zu kennen, welche offengelegt werden.

Professionelles Fondsmanagement

Viele Anleger können oder möchten nicht viel Zeit in Finanzanlagen stecken. Investmentfonds bieten hierzu eine professionelle Verwaltung. Das Fondsmanagement wird bei seinen Anlageentscheidungen von Finanzexperten unterstützt und hat direkten Zugriff auf Informationen an den Finanzmärkten. Für Börseneinsteiger, oder wenn Sie den Aktienmarkt nicht oder nur in geringem Umfang verfolgen möchten, ist die Eignung der Geldanlage in Fonds hervorzuheben.

Wie treffe ich die richtige Fondsauswahl?

Bei der Geldanlage in Fonds muss nicht zwingend der richtige oder passende Fonds gefunden werden, vielmehr empfiehlt es sich, das verfügbare Kapital auf mehrere Fonds zu verteilen. Je nachdem, wie viel Risiko man eingehen möchte, kann bei der Fondsauswahl ein größerer Teil in risikoärmere Fonds wie Rentenfonds angelegt werden und der weitere Teil in risikoreichere Fonds wie Aktienfonds investiert werden.
Nicht nur unter Renditegesichtspunkten, sondern auch zur Minimierung des Risikos sowie der Kosten, sind Fondsvergleiche und die richtige Fondsauswahl unerlässlich. Zeit investieren lohnt sich, denn eine gut durchdachte Strategie kann erheblichen Einfluss auf die Wertentwicklung Ihrer Geldanlage haben.

Breit streuen

Zunächst sollten Sie sich darüber klar werden, dass ein gut diversifiziertes Depot jeder Einzelanlage überlegen ist. Das bedeutet, dass die Verteilung des Vermögens auf viele Anlageklassen das Risiko reduziert.
Bereits 1952 wies der berühmte US-Ökonom und spätere Nobelpreisträger Harry M. Markowitz mit seinen Arbeiten zur modernen Portfolio-Theorie nach, dass man einer unsicheren Zukunft am besten mit einem diversifizierten Portfolio unterschiedlicher Geldanlagen begegnet. Das Chance-/Risiko-Verhältnis einer breit gestreuten Geldanlage ist jeder Einzelanlage – egal, wie gut diese ausgewählt ist – überlegen.
Angewendet auf Ihre Geldanlage bzw. Ihr Fondsdepot heißt das: setzen Sie bei der Auswahl an Fonds nicht alles auf eine Karte. Es sollte möglichst in Fonds investiert werden, die mehrere Märkte abbilden und nicht in einzelne Branchen wie etwa Immobilien, Chemie oder Rohstoffe. Zudem kann Ihre Geldanlage weiter diversifiziert werden, indem Sie in Fonds aus verschiedenen Regionen wie etwa Deutschland, USA, Europa oder Asien investieren. Zugleich kann aber durch die Kombination von Fonds einzelner, sehr spezieller Anlageklassen profitiert werden und so die Chancen auf höhere Renditen erreicht werden.
Auf der anderen Seite sind Mischfonds sehr hervorzuheben. Sie investieren in verschiedene Anlageklassen und kombinieren Wachstumschancen von risikobehafteteren Anlagen mit Renditen aus vergleichsweise sicheren festverzinslichen Wertpapieren. Mischfonds sind der Verkaufsschlager in Deutschland und gewissermaßen die Königsklasse der Fondswelt. 2014 sammelten sie die Rekordsumme von 22,7 Milliarden Euro (netto) ein. Über die Hälfte dieses Betrages wurde in ausgewogene Fonds, die zu gleichen Teilen in Anleihen und Aktien anlegen, investiert.

Fonds-Performance

Die Performance eines Fonds in der Vergangenheit ist zwar kein Erfolgsgarant für die Zukunft, jedoch ein gängiges und wichtiges Auswahlkriterium bei der Fondssuche. Für den Vergleich kann eine passende Vergleichsgruppe bzw. ein Vergleichsindex herangezogen werden. Konnte ein Fonds in der Vergangenheit regelmäßig den Vergleichsindex schlagen, stehen die Chancen wahrscheinlich auch für die Zukunft gut. In diesem Zusammenhang ist es zudem wichtig, ob ein Fondsmanager, der für die Performance in der Vergangenheit verantwortlich war, noch immer der Manager dieses Fonds ist.
Als Hilfestellung für eine engere Fondsauswahl, können weiterhin Ratings, wie bspw. das Morningstar-Sterne-Rating, dienen.

Fonds-Ratings

Der Fondsmarkt in Deutschland ist extrem wettbewerbsintensiv, das spiegelt sich in der Menge an zugelassenen Fonds wider. Um sich hier einen Überblick verschaffen zu können, empfiehlt es sich, neben dem Blick auf die Performance, auch die verschiedenen Ratings genauer anzusehen. So kann mit deren Hilfe bei der Geldanlage in Fonds und der Frage nach der Fondsauswahl, schon ein großer Teil ausgeschlossen werden und sich auf die top-bewerteten Fonds konzentriert werden. Hier sollten Sie beachten, dass die Rating-Noten keinesfalls als Kauf- oder Verkaufssignal dienen und für langfristige Anleger geeignet sind.
Das oben erwähnte Morningstar-Sterne-Rating ist ein quantitatives Fonds-Rating. Es verfolgt das Ziel, die Performance vergleichbarer Fonds unter Berücksichtigung von Kosten und Risiken zu bewerten. Bei einem Blick auf die vergebenen Sterne sehen Sie, wie ein Fonds in der Vergangenheit relativ zu vergleichbaren Fonds abgeschnitten hat. Wie sich ein Fonds demnach in der Zukunft schlagen wird, bleibt also unbeantwortet. Dieses Rating können Sie bspw. für den ersten Teil Ihrer Recherche zu Rate ziehen, für die genauere Fondsauswahl kann ein qualitatives Rating dienen.
Qualitative Ratings wie das Morningstar Analyst Rating beschäftigen sich mit Fragen nach der Erfahrung des Fondsmanagers, der Infrastruktur seines Hauses, der Solidität seines Investmentprozessen oder den Fondskosten. Sie zeigen damit auf, welchen Fonds sie zukünftig eine überdurchschnittliche Rendite zutrauen.
Ein weiteres nicht zu unterschätzendes Kriterium bei der Fondsauswahl sind die Fondskosten.

Welche Fondsarten gibt es und welche Strategien verfolgen sie?

Es gibt einige Merkmale nach denen Fonds unterschieden werden können. Die wichtigste Unterscheidung erfolgt jedoch nach der Frage, in welche Anlageform das Geld der Anleger investiert wird. Die gängigsten Fonds-Typen sind im Folgenden für Sie aufgelistet:

Aktienfonds

Ein Aktienfonds ist ein Investmentfonds, der sich ausschließlich oder überwiegend aus Aktien zusammensetzt. Man hat also vereinfacht gesagt die Möglichkeit, mehrere Aktien in einem Paket zu kaufen.
Ein solcher Investmentfonds kann in seiner Art näher unterschieden werden. Es gibt internationale Aktienfonds, die global investieren oder Aktien aus speziellen geographischen Regionen wie Europa, Asien oder Ländern wie Deutschland, USA oder China zusammenfassen. Aktienfonds können auch in spezifischen Branchen, wie in Pharmawerte, in Energiekonzerne oder in Technologieunternehmen, investieren.
Über den Anlagestil kann auch nach dem Risiko unterschieden werden. Beispielsweise gibt es Fonds, die nur in Aktien großer und solider Unternehmen investieren und solche, die sich bspw. auf Wachstumswerte konzentrieren. Des Weiteren wird auch zwischen aktiv und passiv gemanagten Aktienfonds unterschieden. Bei aktiven Investmentfonds trifft das Fondsmanagement die Investitionsentscheidungen. Bei einem passiven Aktienfonds werden keine Anlageentscheidungen getroffen, da hier lediglich versucht wird, einen Börsenindex möglichst genau abzubilden.
Aktienfonds bieten Privatanlegern hohe Renditechancen und unterliegen folglich einem Risiko. Betrachtet man die breite Anlagestreuung eines Aktienfonds, so ist die Anlage in Aktienfonds mit geringerem Risiko verbunden, als eine Direktanlage in einzelne Aktien.

Rentenfonds

Ein Rentenfonds ist ein Investmentfonds, der sich ausschließlich oder überwiegend aus festverzinslichen Wertpapieren, wie bspw. Anleihen, zusammensetzt. Die Gewinne einer solchen Kapitalanlage resultieren aus anfallenden Zinszahlungen, Kurserträgen oder dem Handel mit den gehaltenen Wertpapieren.
Rentenfonds unterscheiden sich durch die jeweils verfolgte Investitionsstrategie. So ergibt sich bei einer Anlage in Währungen wie den Euro oder deutschen Staatsanleihen ein eher geringeres Risiko verbunden mit einer etwas niedrigeren Rendite. Bei Rentenfonds, die bspw. in Unternehmensanleihen aus Entwicklungsländern investieren, wachsen die Renditechancen, zugleich jedoch auch das Risiko. Es ist aber auch möglich eine ausgewogene Mischung aus diesen Anlageformen zu finden.

Immobilienfonds

Ein Immobilienfonds ist ein Investmentfonds, der in Immobilien investiert. Die Kapitalanlage besteht somit hauptsächlich aus Grundstücken und Gebäuden. Auch bei Immobilienfonds wird nach der Anlageregion sowie zwischen offenen und geschlossenen Fonds unterschieden. Offene Immobilienfonds zeichnen sich dadurch aus, dass jederzeit Kapital eigezahlt und entnommen werden kann. So hat ein offener Immobilienfonds meist eine große Anzahl von Anteilseignern und investiert in eine größere Zahl von Projekten. Ein geschlossener Immobilienfonds wird in der Regel aufgelegt, um ein einzelnes Projekt zu finanzieren. Sobald das benötigte Kapital eingezahlt ist, wird der Fonds geschlossen. Laufende Ein- und Auszahlungen in den Fonds sind daher nicht möglich. Die Rendite eines Immobilienfonds kommt durch regelmäßige Mieteinnahmen und mögliche Wertsteigerungen der Immobilien zustande.

Branchenfonds

Ein Branchenfonds ist ein Investmentfonds, dessen Vermögen ausschließlich oder überwiegend in Aktien aus einer speziellen Branche, wie z.B. Biotechnologie-Aktien, angelegt wird. Sie investieren in relativ enge Märkte und haben daher eine geringere Risikostreuung wie bspw. Aktienfonds. Durch ihre Investition in Wachstums- und Zukunftsbranchen mit Entwicklungspotenzial winken meist höhere Ertragsaussichten, jedoch unter Inkaufnahme eines höheren Risikos.

Mischfonds

Mischfonds sind Investmentfonds, die in Aktien, Rentenpapiere, Rohstoffe, Geldmarkttitel, Edelmetalle oder Immobilien investieren können. Die breite Diversifikation machen sie für die sicherheitsorientierteren Anleger interessant.
Mischfonds kombinieren die Wachstumschancen von risikoreicheren Anlagen wie bspw. Aktien mit vergleichsweise sicheren Renditen aus festverzinslichen Wertpapieren. Gemäß ihrer Anlagebedingungen sind in der Regel Höchstgrenzen für den Anteil an der jeweiligen Wertpapierart, wie bspw. der Aktienanteil, gesetzt. Wie der Mix aus den verschiedenen Wertpapierarten aussieht, entscheidet der Fondsmanager nach der aktuellen Marktsituation.
Nach dem Anlagestil können Mischfonds hinsichtlich ihrer Renditechancen und des eingegangenen Risikos unterschieden werden. Konservative Mischfonds haben gemäß ihrer Anlagebedingungen einen höheren Anteil an festverzinslichen Wertpapieren und weisen ein geringeres Risiko, aber auch eine niedrigere Gewinnmöglichkeit auf. Progressive Mischfonds können, je nach Marktsituation, auch einen größeren Teil in Aktien anlegen. Durch die erhöhten Gewinnchancen steigt jedoch auch das Verlustrisiko. Ausgewogene Mischfonds legen das Vermögen in gleichen Teilen an.

Indexfonds bzw. ETFs

Indexfonds, auch Exchange Traded Funds (ETF) genannt, sind Investmentfonds, die versuchen, einen bestimmten Börsenindex wie bspw. den DAX möglichst genau abzubilden. Die Performance eines Indexfonds entspricht damit der Wertentwicklung des nachgebildeten Index. Während bei normalen Fonds ein Manager gemäß den Anlagevorschriften aktiv über die gehandelten Titel entscheidet, handelt es sich bei ETFs um börsengehandelte Fonds, die lediglich passiv einen Index abbilden. Indexfonds werden erst seit dem Jahr 2000 in Deutschland gehandelt.
Der Vorteil von Indexfonds liegt in den deutlich geringeren Kosten. Im Vergleich zu Investmentfonds fällt grundsätzlich kein Ausgabeaufschlag an, lediglich eine geringe Verwaltungsgebühr.

Wo kann man Fonds kaufen und welche Kosten fallen dabei an?

Sie haben sich für eine Geldanlage in Fonds entschieden. Um Fonds zu kaufen gibt es verschiedene Möglichkeiten, zunächst einmal benötigen Sie jedoch ein Depot, in welchem Sie Ihre Fondsanteile verwahren können. Ein solches Fondsdepot können Sie bspw. bei Filialbanken, Sparkassen, Direkt- oder Onlinebanken oder über Fondsvermittler eröffnen. Bevor Sie eine Entscheidung treffen, sollten Sie sich Gedanken darüber machen, ob auch andere Produkte wie Fonds in das Depot geleget werden sollen, wie viel Beratung Sie benötigen und wie wichtig Ihnen die Fondsauswahl und der kostengünstige Erwerb sind.
Im Weiteren erhalten Sie einen Überblick über die Möglichkeiten zur Eröffnung eines Fondsdepots und bekommen einen Einlick in die Vor- und Nachteile der verschiedenen Verwahrstellen:

Filialbanken und Sparkassen

Bei einem Kauf von Fonds bei einer Filialbank oder Sparkasse bekommen Sie meist Beratung zu aktiv gemanagten Fonds, oft jedoch nur zu hauseigenen Produkten. Diese sind nicht unbedingt die besten Fonds ihrer Klasse; von einer unabhängigen Beratung ist mit Blick auf die Provision, die dem Berater winkt, nicht unbedingt auszugehen. Der Ausgabeaufschlag, der bei einem Fondskauf anfällt, ist hier meist vollständig zu zahlen. Da dieser beim Kauf von ETFs wegfällt, sind diese bei Filialbanken eher unbeliebt. Kostenseitig können oft auch Depotgebühren hinzukommen.

Fondsvermittler

Fondsvermittler sind in der Regel die beste Adresse, wenn es um den Kauf aktiv gemanagter Fonds geht. Online-Fondvermittler oder Fondsdiscounter zeichnen sich durch eine vorteilhafte Gebührenstruktur aus. Durch diese können Sie bei aktiv gemanagten Fonds meist bis zu 100 Prozent Rabatt auf den Ausgabeaufschlag bekommen. Zudem ist die Fondsauswahl hier sehr groß. Für die Verwahrung der Fondsanteile müssen Anleger jedoch meist etwas zahlen, größere Depots ab 25.000€ sind in der Regel kostenlos. Finanzieren können sich die Vermittler über eine jährliche Bestandsprovision, die aus den Verwaltungsgebühren der Fonds stammen.
Die Vermittler arbeiten mit Fondsdepotbanken zusammen, da sie keine eigene Banklizenz haben und keine Finanzgeschäfte betreiben dürfen. Die Fondsanteile der Anleger sind als Sondervermögen im Falle der Insolvenz einer Fondsgesellschaft geschützt. Eine Insolvenz eines Vermittlers stellt kein Risiko dar, da er keinen Zugriff auf Überweisungen oder Fondsanteile hat.
Möchten Sie die Entwicklung ihrer Investmentfonds regelmäßig beobachten und bei Bedarf umgehend handeln können, sind Sie bei einem Fondsvermittler gut aufgehoben. Hier zahlen Sie für einen Fondswechsel zumeist nichts und können jederzeit schlecht laufende Fonds mit erfolgsversprechenderen austauschen oder zu- und verkaufen, ohne dass Ihnen Kosten entstehen.
Ein Fondsdepot der ebase, das Sie über einen Fondsvermittler, wie beispielsweise Fonds-Super-Markt, eröffnen können, ist sicher keine schlechte Wahl.

Direkt- oder Onlinebanken

Onlinebanken bieten ebenfalls eine recht große Auswahl an aktiv gemanagten Fonds und ETFs an. Beim Ausgabeaufschlag sind Rabatte zwischen 25 und 75 Prozent üblich, auf ausgewählte Fonds gibt es oft bis zu 100 Prozent Rabatt. Auch bei Fondssparplänen finden Sie hier eine große Auswahl und vergünstigte Konditionen. Sparpläne auf ETFs von ausgewählten Anbietern sind bei einigen Direktbanken komplett ohne Kaufgebühren. Wer einen Fondssparplan bei einer Direktbank anlegt, führt sein Depot in der Regel völlig kostenfrei. Bei manchen Direktbanken gibt es zudem die Möglichkeit einer Beratung gegen Gebühr.
Ein Vorteil eines Direktbank-Depots ist sicherlich die Tatsache, dass Sie alle Anlageformen in einem Depot bündeln können. So ist es hier beispielsweise möglich, neben Investmentfonds auch Aktien zu verwahren.
Eine solche Direktbank und gute Wahl wäre beispielsweise die comdirect, bei welcher Sie direkt ein kostenloses Depot eröffnen können.

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